Blog und Publikationen

Wen es interessiert: Meine Meinung und Einschätzungen.

Ein lachender Mann mit Brille, grauem Haar und Bart schaut durch ein Holzfenster nach draußen.

Publikationen

Vor Jahren habe ich mehrere Bücher zur Sozialpolitik geschrieben und schreibe weiterhin gerne.

Peter Füglistaler Peter Füglistaler

Drei Tipps für eine funktionierende Deutsche Bahn

Für die Pünktlichkeit der Züge sind die Bahnen verantwortlich. Der Staat muss jedoch die Voraussetzung schaffen, damit die Bahnen erfolgreich sein können. Mit drei Reformen kann Deutschland den Weg für eine bessere Bahn öffnen: Eine Leistungsvereinbarung für das Bahnnetz, ein anreizorientiertes Trassenpreissystem und eine Trassenvergabestelle für einen gesteuerten Wettbewerb.

Bild:© Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

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Peter Füglistaler Peter Füglistaler

In Bern obe 10/26

Eine rentable Schweiz wäre keine schöne Schweiz. Es gäbe bald nur noch Banken oder Rohstoffhändler. Bahnen, Busse, Trams und Schiffe erschliessen in der Schweiz auch ländliche Regionen und Berggebiete. Sie tragen zum Zusammenhalt bei wie Schulen, Regionalspitäler oder Sportanlagen. Dieser Service public kostet etwas. Er macht die Schweiz zur lebenswerten Schweiz. Das lohnt sich!

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Verkehr 45

Die Vorlage ‘Verkehr 45’ hat viel Gegenwind, im speziellen aus Kreisen des öffentlichen Verkehrs. Dies erstaunt, da viele Probleme hausgemacht sind wie die zu tiefen Kurvengeschwindigkeiten der neuen SBB-Züge, explodierende Projektkosten, zu hohe Ansprüche oder ein überhöht ausgewiesener Nachholbedarf im Substanzerhalt.
Die Vorlage ‘Verkehr 45’ ist im Grundsatz gut aufgesetzt. Um Erfolg zu haben, sind verschiedene Hausaufgaben zu lösen.

  • Es muss ein breiter Konsens für eine Verlängerung des befristeten MWST-Promille für den Bahninfrastrukturfonds geschaffen werden.

  • Das schrittweise Vorgehen mit einen Entscheid für prioritäre Projekte im Jahr 2027 und einem anschliessenden netzweiten Ausbauschritt 2031 sind von Bund und Kantonen gemeinsam zu tragen.

  • Der öV-Ausbau darf nicht mit umstrittenen Autobahn-Ausbauten verknüpft werden.

  • Kontroverse Projekte wie der Grimseltunnel dürfen die Glaubwürdigkeit der Vorlage nicht länger belasten.

  • Und schliesslich braucht es eine realistische Einschätzung zwischen dem Mittelbedarf für den Substanzerhalt und dem Bahnausbau.
    Titelbild: Bau der Neubaustrecke Mattstetten - Rothrist. © SBB Historic.

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Die Meterspurbahnen der Zukunft

Die Meterspurbahnen stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Der technologische Wandel und der Ausbau des Bahnnetzes erhöhen die Anforderungen an das Knowhow. Aufgrund der Unternehmensgrösse braucht es eine verstärkte überbetriebliche Zusammenarbeit.

Eine grosse Herausforderung ist die Digitalisierung der Zugssteuerung. Die Systemwelt ist ‘historisch’ gewachsen. Es besteht ein Patchwork von Anwendungen, welche die operative Führung erschwert. Mit dem technologischen Wandel und der Abkündigung von Systemen stellt sich für die Meterspurbahnen die Frage, in welche technologische Entwicklung sie investieren sollen. Einen Ansatz sehe ich in einer Industriepartnerschaft, welche das umfassende System der digitalen Zugssteuerung von Stellwerk über die Zugsbeeinflussung, Betriebsteuerung und Störungsmanagement bis zur Kundeninformation integriert.

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In Bern one 8/26

Das Berner Schwimmbad Marzili ist eine der schönsten Badeanstalten der Schweiz. Bei einem Besuch sind jedoch einige Regeln zu beachten.

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In Bern obe 7/26

Vorurteile und Klischees teilen Menschen in Gruppen ein. Sie haben oft einen wahren Kern und sind nicht immer abschätzig gemeint. Es ist aber ein kurzer Schritt bis die Abgrenzungen zur Ausgrenzung führt.

Die gmögigen Bernerinnen und Berner gelten als langsam. Aber Achtung: Wenns drauf ankommt, sind sie meist schneller als die andern.

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In Bern ob 5/26

Nichts spaltet die Schweiz so sehr, wie die Frage der Zuwanderung. Sichert uns eine offene Schweiz den Wohlstand? Oder führt dies zur Überfremdung?
Wer eine heile Schweiz will, muss zu ihren Stärken Sorge tragen: demokratische Rechte, eine liberale Wirtschaftspolitik und die Solidarität. Wohlstand gibt es in der Schweiz nur, wenn alle drei Elemente gepflegt und erhalten werden. Wer die Wirtschaft einschränkt und die Solidarität in Frage stellt, wird bald seine heile Schweiz entschwinden sehen.

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In Bern obe 3/26

Alt-Bundeskanzler Walter Thurnherr hat in einem Buch beschrieben, wie der Bundesrat regiert - und es trotzdem funktioniert.

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Eisenbahn als Business

George Muir gibt uns einen Einblick in die wechselvolle Geschichte von British Rail von der Verstaatlichung im Jahr 1948 bis zur Privatisierung von 1996. Das Buch zeigt, wie eine Bahn als Business geführt werden kann und welche Risiken damit verbunden sind.

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Die Schweiz fährt vor!

Das Buch ‘Die Schweiz fährt vor. Das System des öffentlichen Verkehrs’ beschreibt wie der Schweizer öV in den letzten dreissig Jahren zu einem wirkungsvollen Instrument wurde, um die Mobilität und Logistik eines Landes effizient und ökologisch zu unterstützen.

Der Autor, Peter Füglistaler, war von 2010 bis 2024 Direktor des Bundesamtes für Verkehr. Davor hat er bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und der Eidgenössischen Finanzverwaltung gearbeitet. Er hat die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz über Jahrzehnte begleitet und mitgestaltet.

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Groupe de réflexion: Das Ende marktwirtschaftlicher Illusionen

Die Groupe de réflexion stellte 1993 fest, dass unter Anrechnung der vollen Infrastrukturkosten die rein gewinnorientierten SBB keinen Zug fahren und keinen Streckenkilometer betreiben können. Sie schlug weitgehende Auslagerungen vor, damit eine marktwirtschaftlich orientierte SBB wieder wettbewerbsfähig wird. Die Vorschläge waren politisch nicht mehrheitsfähig und führten dazu, dass der Bund umfangreiche Instrumente einführte, um ein flächendeckendes Angebot an öffentlichem Verkehr garantieren zu können.

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In Bern obe 2/26

Wir haben zu viele Globis im Bundeshaus. Ein richtiger Globi oder eine mutige Globine würden uns in Bern obe gut tun.

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Kritischer Blick auf den Grimseltunnel

Die ETH Zürich bewertet den Grimseltunnel aus aussergewöhnlich, was einer kritischen Beurteilung nicht stand hält..

Der Grimseltunnel verbessert die Erreichbarkeit des Goms nur marginal. Die Reisezeit verändert selbst von Bern aus im Vergleich zur Strecke durch den Lötschbergbasistunnel kaum.

Der Grimseltunnel ist nicht mit dem Vereina- oder Furkatunnel vergleichbar. Bei beiden Tunnel war ein Autoverlad der massgebliche Grund für den Bau. Zudem verkehren überregionale Züge (Landquart – Davos – St. Moritz, bzw. Glacier Express).

Der Grimseltunnel erhält eine negative volkswirtschaftliche Bewertung von -0,1. Aufgrund von Sensitivitäten wird der Wert auf 0,0 aufgerundet.

Der Grimseltunnel soll als Kombinationsprojekt zwei Zwecken dienen: Swissgrid übernimmt nur gut 100 Mio. Franken der Kosten. Die Synergien sind gering und müssen gegenüber den betrieblichen Nachteilen aufgerechnet werden.

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Rheinhäfen als Gütertor zur Schweiz

Obwohl die Rheinhäfen wichtig für die Schweiz sind, war die nationale Bedeutung der Hafeninfrastrukturrechtlich lange nicht verankert. Der Bund hatte keine Möglichkeiten, auf den Erhalt und die Entwicklung der Hafeninfrastrukturen Einfluss zu nehmen. Mit dem Gütertransportgesetz von 2025 wurden Instrumente geschaffen, mit denen der Bund in die Entwicklung der Hafeninfrastrukturen einbezogen wird.

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Busangebote mit Potential

Überregionale Busverkehre hätten das Potential, im nationalen Verkehr Lücken im Angebot schnell und direkt zu erschliessen und in Spitzenzeiten die Nachfragespitzen kostengünstig abzudecken.

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Lastschiffe auf Schweizer Seen

Lastschiffe auf Schweizer Seen suchen ihren Platz. Verladeanlagen und die gewerbliche Nutzung von Sand- und Kiesmaterialen in Seen werden eingeschränkt.

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Territorialprinzip löst und macht Probleme

Mit der Bahnreform wurde das Territorialprinzip umgesetzt und die Strecken werden nach den Gesetzen der jeweiligen Staaten beaufsichtigt und finanziert. Es mussten vielfältige Sonderregelungen auf Grenzbetriebsstrecken angepasst werden. Nicht alle Länder halten sich an das Territorialprinzip. So weigert sich das Fürstentum Liechtenstein die Kosten der einzigen Bahnstrecke von Buchs über Schaan nach Feldkirch zu tragen. Die Strecke wird von der ÖBB betrieben und von Österreich finanziert.

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Schweizer Bahnreform

1999 setzte die Schweiz die Bahnreform um, welche durch die Europäische Union mit der Richtlinie 91/440 vorgezeichnet wurde. Die SBB wurden verselbständigt und entschuldet sowie das Bahnnetz geöffnet.

Die Schweizer Bahnreform ist dem Service public verpflichtet: Die Grundversorgung soll effizient, in hoher Qualität, flächendeckend und zu angemessenen Preisen erbracht werden. Gewinne werden nicht erwartet. Damit wurde sie konzeptionell besser gestaltet als die Deutsche Bahnreform, welche wesentliche Konstruktionsfehler aufweist. Der geplante Börsengang führte zur Vernachlässigung des Netzunterhalts und zu hohen Trassenpreisen, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Bahnangebote gefährden.

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Schlüseldatum der Schweizer Verkehrspolitik

Am 20. Februar sind mit der Verstaatlichung der SBB, der Zustimmung zur Alpeninitiative und zur Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) sowie zum Grundsatzentscheid für eine Fondsfinanzierung der Eisenbahninfrastruktur wegleitende Entscheide gefallen. Allerdings verteilt über ein ganzes Jahrhundert.

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Rollende Landstrasse als Symbol der Verlagerungspolitik

Die Rollende Landstrasse wurde zu einem Symbol der Verlagerungspolitik. Ab 2001 wurden bis zu 105'000 Stellplätze zwischen Freiburg i.Br. (D) und Novara (I) bestellt und mit bis zu 30 Mio. Franken jährlich subventioniert. Der Transport von Lastwagen zusammen mit dem Chauffeur blieb eine flankierende Massnahme der Verlagerungspolitik. 2019 wurden nur noch 86’600 Fahrzeuge verladen. Nachdem das Parlament die Weiterführung der RoLa bis 2028 begrenzt hat, wurde sie im 12. Dezember 2025 von RAlpin eingestellt. Die RoLa hat ihren Zweck als Verlagerungsinstrument erfüllt.

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