Busangebote mit Potential
Mit den erfolgreichen Fernbus-Liberalisierungen in Deutschland (2013) und Frankreich (2015) verkehrten in der Schweiz immer mehr Fernbusse. Es entstanden Ideen für innerschweizerische Busangebote, doch hatten die nationale Fernbusse nur eine kurze Episode ihres Daseins. Die Angst vor nationalen Fernbuslinien war so gross, dass 2018 verschärfte Anforderungen an eine Konzessionsvergabe ins Gesetz lobbyiert wurden. Bis zum Inkrafttreten des Schutzartikels im Jahr 2020 hatte sich das Problem der nationalen Fernbusse wirtschaftlich gelöst. Ein eigenwirtschaftlicher Betrieb gegen die subventionierte Konkurrenz der öV-Unternehmen war chancenlos.
Genauso wenig Gehör fand die Förderung von Busterminals. 2018 wollte der Nationalrat den Bundesrat beauftragen, ein nationales Konzept für Busterminals zu erarbeiten. Der Bund hätte die Koordination übernehmen und einen Austausch von Kantonen, Gemeinden und Branchenvertretern initiieren sollen. Der Ständerat lehnte dies ab, so dass das Problem von Busterminals ungelöst bleibt. Neben einigen guten Lösungen, welche vielfach auf Initiative der Städte umgesetzt werden, bestehen Busterminals, welche kein Ruhmesblatt sind (wie in Bern).
Überregionale Busverkehre hätten das Potential, im nationalen Verkehr Lücken im Angebot schnell und direkt zu erschliessen und in Spitzenzeiten die Nachfragespitzen kostengünstig abzudecken.
Wo die Schweizer Verkehrspolitik sonst noch Potentiale hat, findet sich im Buch ‘Die Schweiz fährt vor’, welches am 9. März 2026 im NZZ-Libro-Verlag erscheint.
Bild © PostAuto.